.358 Norma Magnum mit 1250 Metersekunden!
Diese viel zu wenig bekannte Patrone ist einer meiner Favoriten. In einer
maßgefertigten Büchse mit Mauser 98-System
hat sie mich auf zahlreichen Jagden in Europa, Nordamerika und Afrika
begleitet. Der 65cm lang SHAW-Lauf schießt auf 100m alle bisher von mir
verwendeten Jagdgeschosse auf
5cm zusammen. Das Laden für die .358 ist denkbar einfach und wenn keine
Originalhülsen zur Hand sind, kann man auf preiswerte .338 Win. Mag.
Hülsen zurückgreifen. Nach dem
Kalibrieren sind diese um rund 0,5mm kürzer, was aber keine Rolle spielt.
Die ballistischen Werte meiner Maximalladungen sind
beeindruckend und jede Laborierung bringt es auf unter 30mm Streukreis bei 5
Schuss
200gr Barnes X 1000 m/sec
225gr Nosler BT 950 m/sec
250gr Nosler PT 890 m/sec
Mit dem 180gr IMPALA .358 Geschoss erreichte ich, ohne ans Limit zu gehen,
auf Anhieb 1020 m/sec. Das sind über 6000 Joule und mit einer GEE von 205m
eine Außenballistik, die fast alle herkömmlichen Laborierungen der diversen
.300-er Magnums übertrifft.
Wie würde sich nun das .357" IMPALA Kegelstumpfgeschoss verhalten?
Eigentlich für Faustfeuerwaffen gedacht (es bringt im 4" .357 Mag.
Revolver deutlich über 500 m/sec)
verblüffte mich meine erste Testladung. Die Präzision ist mit einem 6-fachen
Zielfernrohr vom Sandsack geschossen schwer zu übertreffen und mit 1250
Metersekunden ist
eine für eine Großwildpatrone geradezu unvorstellbare Geschwindigkeit
erreicht. Mit über 5500 Joule Mündungsenergie und der enormen
Durchschlagskraft und hohen
Richtungsstabilität des massiven Kegelstumpfprojektils, ist die Laborierung
prädestiniert für die Jagd auf starkes und wehrhaftes Wild auf kurze bis
mittlere Entfernung.
Drückjagd auf Elch oder Sau, Bär, Löwe oder Großantilopen.... ? Die
Ladung wird in nächster Zukunft getestet und darüber berichtet werden.

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.358 Norma
Mag. |
7,1g IMPALA |
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Lauflänge
65cm |
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Entfernung |
(m) |
0 |
50 |
100 |
150 |
200 |
250 |
300 |
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Geschwindigkeit |
(m/s) |
1250 |
1102 |
969 |
894 |
739 |
638 |
545 |
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Energie |
(J) |
5571 |
4329 |
3351 |
2573 |
1949 |
1451 |
1058 |
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GEE*
209 m |
(cm) |
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+0,2 |
+3,3 |
+3,8 |
+1,0 |
-6,5 |
-20,1 |
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.358 Norma Mag. |
11,7g IMPALA |
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Lauflänge
65cm |
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Entfernung |
(m) |
0 |
50 |
100 |
150 |
200 |
250 |
300 |
|
Geschwindigkeit |
(m/s) |
1020 |
970 |
922 |
875 |
830 |
787 |
745 |
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Energie |
(J) |
6066 |
5485 |
4954 |
4467 |
4021 |
3611 |
3235 |
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GEE*
205 m |
(cm) |
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+0,6 |
+3,6 |
+3,7 |
+0,5 |
-6,2 |
-16,7 |
Erster Abschussbericht mit dem 1250m/sec schnellen 7,1g-Geschoss aus der .358 Norma Mag.
Anfang Oktober kamen beim Morgenansitz in meinem Revier Rehgeis und Kitz auf
etwa 50m. Bewusst wählte ich meinen üblichen
"Impala-Haltepunkt" : Vorderlauf hoch und durch die Blätter. Das Kitz
riss es förmlich von den Läufen, während die Geis deutlich zeichnete
und abging. Erst nach erstaunlichen 50m war meine Deutsche Bracke Diana am
Stück, das längst verendet und völlig ausgeschweißt war. Das wäre
auch ohne Hund kein Problem gewesen. Beide Rehe hatten etwa doppelt
kalibergroße Einschüsse, wie gestanzt. Die Ausschüsse ebenso, etwa
im 1-Euro Durchmesser. Zufrieden brachte ich die beiden Stücke zu meinem
Wildaufkäufer. Ein paar Tage später, als ich mir das Geld abholte, war die
Wildkammer leer bis auf meine beiden Rehe, auf denen hing ein großer
Zettel:"privat", der verhindert hatte, dass der Wildhändler sie
mitnahm. Meine Einkäufer
verwerten einiges an Wild selbst und suchen sich dabei die besten Stücke aus.
Wie ich im Nachhinein erfuhr, war die Wildbretentwertung gering, Hämatome etwa
handtellergroß und leicht entfernbar. Für das 9mm Geschoss, das auf 50m
mit rund 1100m/sec und 4300 Joule auftrifft, eine saubere Leistung.

Im Bild zu sehen sind die Einschüsse