Achterbock aus dem Burgenland
Mai 2006, Herr G.K. berichtet aus dem südlichen Burgenland:
Der Bock kam mir gegen Einbruch der späten
Dämmerung ziemlich vorsichtig aus dem Unterholz und zog nur
ca. 5 m aus dem Wald heraus auf eine langgestreckte
Wiese. Dort verhoffte er, windete unentwegt und die Lauscher
bewegten sich dauernd in alle Richtungen. Er äste
nicht und sicherte permanent in meine Richtung. Ein kurzer Blick
durch den Leica Scanmaster zeigte eine Entfernung
von 171 m. Der Bock stand fast völlig spitz zu mir. Hätte ich auf
das mir zugewandte Blatt geschossen, dann hätte ich
ins Weiche schiessen müssen, was ich aber nicht wollte. Hätte
ich vor dem Blatt angehalten, dann hätte ich auf
der gegenüberliegenden Wildseite hinter dem Blatt den Ausschuß
gehabt........ so entschloss ich mich kurzerhand,
direkt auf den Trägeransatz fliegen zu lassen, damit der Ausschuß
auf dem gegenüberliegenden Blatt liegt. Kurz das
Fadenkreuz aufsetzen lassen und schon war die Kugel aus dem Lauf
und der Bock, wie von Thor's Hammer getroffen, von
den Läufen. Ich repetierte schnell und beobachtete ihn durch das
Zielfernrohr, aber er wurde nicht mehr hoch. Er ist
im Knall verendet! Als ich fünf Minuten später hinzutrat, war
meine
Freude riesengross, es war ein sehr guter
Achterbock der ca. 6 Jahre alt war. Am Anschuß viel Schweiss und
ausge-
sprochen viel Schnitthaar, der Einschuß war etwas
mehr als kalibergross und der Ausschuß ca. 2 cm und kreisrund.
Bemerkenswert war auch, dass der brave Erntebock
eine ca. 2 bis 3 Tage alte Schußverletzung aufwies, irgend wer hatte
ihn beschossen und der Bock bekam einen Streifschuß
auf dem Stich ab, die Wunde war schon ziemlich dunkel und
wässrig und aller
Voraussicht nach wäre er an den Folgen einer Infektion und eines voraussichtlich
sicheren Madenbefalls
kläglich verendet.
So jedoch kann er, mit einer guten Kugel und ohne Wildpretverlust erlegt, für so
manchen kulinarischen
Leckerbissen sorgen. Kaliber .308Winchester: IMPALA Fabriksmunition 130gr (8,4g)